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'Rollstuhl-Tennis
ist Faszination!'
‚Rollstuhl-Tennis ist
Faszination’ - frei nach diesem Motto ziehen wir in diesen Tagen wie
Prediger durch die Lande - fest entschlossen, Trainerkollegen und
Tennisvereine dafür zu sensibilisieren, Rollstuhlfahrer auf sportlicher
Ebene voll in unsere Gesellschaft zu integrieren. ‚Wir’, das sind der
Deutsche Rollstuhl-Tennis-Verband und seine Bundestrainer. Warum sollte
jemand, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, nicht wie jeder Fußgänger
auch, dem kleinen gelben Freund aus Filz nachjagen dürfen? Es gibt
keinen Grund, dem ‚Rolli’ diesen Spaß vorzuenthalten – aber es gibt
jede Menge Gründe, jedem Rollstuhlfahrer diesen Spaß zu ermöglichen.
Trainer, die unserem Beispiel folgen, sorgen für vollständige
Integration, schenken Lebensqualität, leisten soziales Engagement und
bekommen als schönsten Lohn eine unglaubliche Dankbarkeit zurück. Als
Trainer im Behindertensport wirst du selber durch die Arbeit mit den
Rollis für Dinge sensibilisiert, die in unserer heutigen Gesellschaft
allzu schnell in Vergessenheit geraten. Aus diesem Grunde ist es
wichtig, dass sich die Coaches in den Vereinen unserer Philosophie
annehmen und das soziale Engagement verstärkt mit in die tägliche
Arbeit aufnehmen. Das alles muss mit viel Herz und Leidenschaft
geschehen, so, wie es augenscheinlich in Lüdenscheid der Fall ist. Die
Rollis brauchen engagierte Leute wie den Kollegen Brenzel, der sich
dieser Sache vorbehaltlos annimmt und sich selbstlos einsetzt. Marc
Brenzel, der 2007 die Trainerfortbildung des Deutschen
Rollstuhl-Tennis-Verbandes auf der Tennis-RANCH in Waltrop-Elmenhorst
erfolgreich absolvierte, gebührt deshalb unser Respekt. Er redet nicht,
sondern handelt. Nur so ist es zu erklären, dass die Rolligruppe des
Lüdenscheider TV `61 stetig anwächst – aller Anfang ist schwer. Umso
wichtiger ist die Unterstützung von ‚oben’, sprich: den Bezirken,
Landesverbänden und dem DTB. Es einfach „nur klasse zu finden, dass
sich jemand Mühe gibt, mit den Rollis zu arbeiten“, reicht natürlich
nicht aus. Rollitennis muss fester Bestandteil der sportlichen Planung
im Verband werden, mit eigenen Ansprechpartnern und mit einem eigenen
Etat. Rollitennis muss aus vollster Überzeugung und ohne ‚Wenn und
Aber’ seine Berechtigung im Tennissport und der Jahresplanung der
Landesverbände finden. Die fleißigen Coaches und Funktionäre an der
Basis brauchen jede Unterstützung, um den Rollstuhl-Tennissport Stück
für Stück weiter voran zu bringen und auf diese Weise populär zu
machen. In den Niederlanden ist Rollstuhl-Tennis fest im Verbandswerk
verankert. Dort macht es weder in der Gesellschaft noch im Sport einen
Unterschied, ob man Rollstuhlnutzer oder Fußgänger ist. Das Motto dort:
‚Rollstuhl-Tennis ist Tennis’. Das soll auch bei uns schon bald
flächendeckend so sein. Wir arbeiten daran, hochrangige Funktionäre und
Sponsoren davon zu überzeugen. Projekte wie die des LTV `61 helfen uns,
dieses Ziel schneller zu erreichen. Nicht nur aus diesem Grunde
wünschen wir dem Kollegen Brenzel weiterhin viel Erfolg, viel Spaß bei
der Arbeit und dieser Website jede Menge Besucher.
Es
grüßen Christoph Kellermann und Christoph Müller,
Bundestrainer im Deutschen Rollstuhl-Tennis-Verband e.V.
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